Hunger, der ständige Begleiter

Immer wieder berichten die Medien von Diäten und dem fortwährenden Schlankheitswahn. Wir wollen dünn sein, können uns die vielen Leckereien aber nicht verkneifen. Millionen Menschen auf dieser Erde haben ein ganz anderes Problem. Sie wollen essen, doch ihr Teller bleibt leer. Nach Angaben des Welthunger-Index 2013 ist über 1/4 der Bevölkerung Burkina Fasos unterernährt. Die Ursachen hierfür sind vielschichtig. Neben langen Dürreperioden sorgen auch Nahrungsmittelspekulationen dafür, dass viele Teller leer bleiben. Das Hilfsprojekt von ADRA sichert 40'000 Menschen in den nächsten Monaten zwei Mahlzeiten am Tag.

Auch die Jüngeren helfen bei der Ernte

Vor allem Flüchtlingsfamilien, die aufgrund des Militärputsches in Mali und den damit Verbundenen Konflikten ihre Heimat verließen und nun in Flüchtlingscamps leben, kämpfen in Brukina Faso mit dem Hunger. Sie erhalten Nahrungsmittelpakete sowie Matten und Decken. Darüber hinaus will ADRA die Versorgung mit Nahrungsmitteln langfristig sichern. Daher legt die Hilfsorganisation zusammen mit Flüchtlingsfamilien und Anwohnern umliegender Dörfer drei Gemüsegärten an. Zusätzlich erhalten die Farmer Saatgut, das trotz der schwierigen Bedingungen gut gedeiht sowie Schulungen im Gemüseanbau. Diese gemeinsamen Aktivitäten stärken die Verbindung zwischen den Einheimischen und den neu Zugezogenen und beugen Spannungen vor.

Auch stabile hygienische Bedingungen und die Verfügbarkeit von Trinkwasser sind wesentliche Faktoren, um die Entwicklung in Westafrika voranzutreiben. ADRA baut Duschen und Toiletten sowie Brunnen, um die Menschen dabei zu unterstützen.