Hilfe für das Land der Kinder

Mit einem Bevölkerungsanstieg von rund 3,5 Prozent zählt Uganda zu den am schnellsten wachsenden Staaten der Welt. Hinzu kommt ein stetiger Bevölkerungsanstieg durch Flüchtlingsströme. Allein 2013 flüchteten nach schweren Kämpfen im Kongo über 60.000 Menschen nach Uganda und noch immer passieren ca. 100 am Tag die Grenze. Die Bundesrepublik hat ihre Hilfeleistungen eingestellt, die Menschen sind jedoch dringend auf Unterstützung angewiesen. ADRA hilft!

Uganda hat die jüngste Bevölkerung der Welt

Uganda, der Binnenstaat an der Grenze zum Kongo, hat die jüngste Bevölkerung der Welt. Das Durchschnittsalter liegt bei 15,5 Jahren (Deutschland: 43,7 Jahre). Zwei Millionen Mädchen unter 15 Jahren bekommen dort jedes Jahr ein Kind, da sie kaum über Verhütungsmöglichkeiten aufgeklärt sind. Dieser rasante Bevölkerungswachstum trifft auf ein Land, das ohnehin mit der Nahrungsmittelknappheit zu kämpfen hat. Maniok, Süßkartoffeln, und Hirse – Grundnahrungsmittel in Uganda – haben sich in den vergangenen Jahren extrem verteuert. Es gibt also viele Gründe, den Menschen in Uganda zu helfen.

Keine Hilfe mehr von der Bundesrepublik

Deutschland hat jedoch seine Budgethilfe für Uganda seit Beginn des Jahres 2013 eingefroren und begründet dies mit einem Sicherheitsbericht, laut dem Uganda in den Krieg im Kongo verwickelt sein soll. Doch was ist mit den tausenden Menschen, die aus dem Kongo flohen und in Uganda Hilfe suchten, was ist mit der Bevölkerung, die nichts für die politischen Entscheidungen ihres Landes kann? Gerade die Menschen in den Flüchtlingscamps, die sich durch die Flucht aus ihrer Heimat Sicherheit erhofften, kämpfen nun ums Überleben.

ADRA hilft den Menschen in Uganda

In den Regionen Butogo und Busunga, nahe der Grenze, gibt es die landesweit größten Auffanglager für Flüchtlinge. Allein in Butogo leben über 8.000 Menschen in Flüchtlingscamps, vor allem Kinder, Frauen und Jugendliche. Bislang mussten sich über 63 ampbewohner eine Toilette

teilen. Um die Situation der Menschen zu verbessern startete ADRA im Juli 2013 ein Hilfsprojekt. Gemeinsam mit acht weiteren ADRA Büros unterstützte ADRA Deutschland die Arbeit von ADRA Uganda bis Ende Oktober 2013. So konnte das ADRA Netzwerk über 20.000 Flüchtlingen in Uganda wichtige Güter wie Decken, Kleidung und Reinigungstabletten zur Verfügung stellen und Toiletten bauen, um das Leben in den Flüchtlingscamps zu erleichtern und den Ausbruch von Krankheiten einzudämmen.

Insgesamt verteilte ADRA:

  • 2.129 Kanister
  • 1.600 Decken
  • 1.600 Matten
  • 2.000 Moskitonetze
  • 300 Kleidungs-Pakete
  • 1.200 Handtücher
  • 600 Wasserreinigunstabletten
  • 5.000 Plastikbecher und Teller

Um die Hygiene in den Camps zu verbessern, baute ADRA außerdem fünf Klärgruben mit je 5.000 Litern Fassungsvermögen und drei großen Toilettenanlagen. Auch die Abfallentsorgung spielt eine wichtige Rolle für die Hygiene in den Camps. Daher hat ADRA im Flüchtlingscamp 30 Abfallstationen installiert, die die Müllentsorgung bündeln sollen. 

Die Flüchtlinge benötigten außerdem dringend Kochstellen und Kochutensilien. Auch hier half ADRA und stellte 27 Energiesparöfen auf. ADRA wurde bereits vom UNHCR angefragt, auch in der neuen Siedlung in Kyangwali solche Öfen aufzustellen.

Wir wollen den Menschen vor Ort weiter helfen - dafür benötigen wir Ihre Unterstützung.