Hilfe für Bewohner in umkämpften Gebieten der Ost-Ukraine

Durch andauernde militärische Auseinandersetzungen in den umkämpften und besetzten ukrainischen Gebieten Donezk und Luhansk befinden sich die Bevölkerung und über eine Million Binnenflüchtlinge in einer humanitären Krise. ADRA versorgt die Betroffenen mit Trinkwasser und hilft ihnen dabei, die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten.

Aufbau einer Wasserfilteranlage

Die gefährdete Sicherheitslage erschwert es, Hilfe und Hilfsgüter in die kriegerischen Regionen zu senden. Zudem sind einige Gebiete durch zerstörte Infrastruktur nur schwer zugänglich. So müssen die Stadt Luhansk mit fast 440.000 Einwohnern sowie die Bewohner des Umlandes über Donezk versorgt werden, was große Umwege bedeutet. Außerdem kommt es zu langen Warteschlangen an verschiedenen Kontrollpunkten. Öffentliche sanitäre Anlagen für die Bevölkerung und Flüchtenden sind nicht ausreichend vorhanden.

ADRA sorgt für Trinkwasser und Hygieneartikel

ADRA ist es gelungen, Zugang zu den schwer zugänglichen Gebieten zu finden. Durch Verteilung von abgefülltem Trinkwasser, den Einsatz von Wassertankwagen und die Installation von Wasserfilteranlagen wird die Wasserversorgung gefördert. Um die Hygienesituation zu verbessern, werden 6.000 Pakete mit Hygieneartikeln für den persönlichen Bedarf zur Zahn- und Körperpflege verteilt und Mittel zur sanitären Reinigung und Desinfektion eingesetzt.

Stärkung der Resilienz nach Krisenerlebnissen

Der seit Februar 2014 andauernde bewaffnete Konflikt in der Ukraine hat den Alltag der Familien völlig verändert. Viele mussten ihre gewohnte Umgebung verlassen und haben dadurch ihren Arbeitsplatz verloren. Kinder können die Schulen nicht weiter besuchen und verlieren ihre Freunde. Die Familien kommen in finanzielle Schwierigkeiten und benötigen zudem psychosoziale Hilfe, um das Erlebte zu verarbeiten und ihre Widerstandskräfte zu stärken und wiederzuerlangen. 

ADRA hilft mit Angeboten von psychologischer Betreuung, Kinderprogrammen und Hygieneunterricht für 500 Bewohner und Binnenflüchtlingen, damit Familien wieder hoffen können.