Bildung für syrische Flüchtlingskinder im Libanon

Der seit über fünf Jahren andauernde Konflikt in Syrien fordert immer mehr Opfer. Millionen Menschen sind bereits aus ihrer Heimat geflüchtet und suchen Schutz in den Nachbarländern wie dem Libanon. Tausende der geflüchteten Kinder können keine Schule besuchen und haben keinen Zugang zu Bildung. ADRA hilft dabei, dass syrische Kinder im Libanon wieder zur Schule gehen können.

Syrische Kinder im Libanon

Das massive Aufkommen Geflüchteter aus Syrien stellt den Libanon vor große Herausforderungen. In erste Linie gilt es, das Überleben der Geflüchteten mit Nahrungsmitteln und Wasser zu sichern und ihnen Schutz zu bieten. Die Bedürfnisse der Kinder kommen in dieser prekären Situation oft zu kurz. Lokale öffentliche Schulen im Libanon verfügen nicht über ausreichend Kapazitäten, um der Zahl der geflüchteten Schulkinder gerecht zu werden. Auch Sprachbarrieren und fehlende finanzielle Mittel verhindern, dass syrische Kinder wieder am Schulunterricht teilnehmen können. Fehlende Bildung raubt den Kindern positive Zukunftsperspektiven und auch der soziale Kontakt zu Gleichaltrigen bleibt ihnen verwehrt.

Bildung und Integration

Das Projekt von ADRA zielt darauf ab, Flüchtlingskindern im Libanon wieder Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Die Erweiterung einer Schule in Beirut bietet 160 Mädchen und Jungen die Möglichkeit, ihre schulische Ausbildung in einem geschützten Umfeld fortzusetzen. Neben Schulunterricht in den Fächern Mathe, Naturwissenschaften, Englisch und Arabisch wird sich den psychosozialen Bedürfnissen der Kinder gewidmet. Hierzu zählen Freizeitaktivitäten und psychologische Gespräche, die dabei helfen sollen, das Erlebte besser zu verarbeiten und sich in die libanesische Gesellschaft zu integrieren. Um Spannungen abzubauen und die Gemeinschaft zwischen den Flüchtigen und den Bewohnern Libanons zu fördern, finden regelmäßig Aktivitäten statt, zu denen Libanesen und Geflüchtete eingeladen werden.