Bewusstseinsbildung und Katastrophenvorsorge in Vietnam

Vietnam gehört zu den am stärksten durch den Klimawandel bedrohten Ländern. Laut einem Bericht der UNDP (United Nations Development Programme) können für über 22 Millionen Vietnamesen die Veränderung des Klimas und die stetig ansteigenden Temperaturen zur Gefahr werden. Naturkatastrophen wie Taifune und Überflutungen nehmen zu. Deshalb ist es von immenser Bedeutung, die Menschen in den stark gefährdeten Regionen besser darauf vorzubereiten. ADRA tut dies, indem die örtliche Katastrophenvorsorge weiter ausgebaut wird.

ADRA hat ein Projekt ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist, die Gemeinden für die Katastrophenvorsorge zu sensibilisieren und den Verlust von Hab und Gut, natürlichen Ressourcen sowie von Menschenleben zu reduzieren. Mit Hilfe von Trainings werden auf Gemeindeebene Kapazitäten aufgebaut und Präventivmaßnahmen durchgeführt. Das Programm zielt darauf, die Gemeinschaften selbst zu befähigen, sich auf Naturkatastrophen vorzubereiten und sie widerstandfähiger zu machen. Im Fokus der Maßnahmen stehen besonders gefährdete Personen wie Menschen mit Behinderungen, ältere Personen, Kinder, arme und besonders gefährdete Haushalte.

Selbstorganisation und Vorsorge

Es werden Trainings durchgeführt, in denen Präventionsmaßnahmen vermittelt werden, wie etwa die sichere Unterbringung der Ernten. Weitere Trainingseinheiten beschäftigen sich mit Vorratshaltung von sauberem Wasser, Nahrung und Medikamenten, mit Hygienemaßnahmen im Katastrophenfall sowie der Anpassung an Klimaveränderungen und Umweltschutz. Zudem werden gemeindebasierende Katastrophenpläne entwickelt und Abläufe, wie die Evakuierung von Schulen und die Rettung von behinderten Menschen, optimiert. Zusätzlich erhalten besonders bedürftige Haushalte Kühe und Schulungen zu deren Haltung und Zucht. Damit soll das Einkommen erhöht und die  Widerstandsfähigkeit gegenüber Katastrophen verbessert werden. 15.000 Menschen profitieren von diesem Projekt.