ADRA hilft Vertriebenen durch den Winter

Die Wintermonate in Afghanistan sind sehr hart. Tagestemperaturen von bis zu -20 °C sind keine Seltenheit: Da viele Menschen in Afghanistan in Lehmhütten oder zerschlissenen Zelten leben, ist dies eine große Herausforderung für sie. Immer wieder sterben vor allem Kinder und ältere Menschen an den extremen Wetterbedingungen. ADRA hilft den Menschen und verteilt während der Wintermonate Hilfspakete, die den Menschen das Überleben sichern.

Seit zehn Jahren unterstützt ADRA die Menschen in Afghanistan in der harten Winterzeit. Besonders Frauen und Kinder, die empfindlichste Schicht der Bevölkerung, erhalten Hilfe. Es sind vor allem Flüchtlinge und Binnenvertriebene, die aufgrund von Dürren, Unruhen oder politischer Instabilität ihre Heimatregion verlassen haben. Sie alle hatten die Hoffnung auf ein besseres Leben, doch jetzt leben sie in notdürftigen Zelten oder alten Häuserruinen.

Sie selbst haben nicht das Geld, um sich Brennmaterialien zu kaufen oder ihre Behausungen mit Zeltplanen vor dem kalten Wind zu schützen. Bei -20 Grad haben sie keinerlei Wärmequelle und sind dem Wetter schutzlos ausgeliefert.

Zusammen mit der lokalen Organisation Rostahi Agency for Rehabilitation of Afghanistan (RARA) hilft ADRA den Menschen in Kabul und dem Umland. Aus den vielen tausend Familien, die in der gleichen Lage sind, hat ADRA zusammen mit RARA und dem lokalen Amt für Flüchtlinge 8750 besonders bedürftige Männer, Frauen und Kinder ausgewählt.

Hilfspakete für 1250 Familien

Um den Winter gut zu überstehen, erhalten Sie von ADRA ein Hilfspaket mit Wärme spendenden Gütern. All diese Güter wurden im regionalen Umfeld erworben.

Das Hilfspaket von ADRA enthält:

  • 4 traditionelle Decken
  • 6 Paar Schuhe
  • 19m² Tarapaulin (Zeltplanen)
  • 34 kg Holzkohle zum Heizen

Für die Herstellung der insgesamt 5000 Decken engagierte ADRA 85 besonders bedürftige Frauen – vor allem Witwen. Sie erhalten für ihre Arbeit einen Verdienst und können so ihre Familie in der schweren Winterzeit versorgen. Ohne diese Einkommensquelle müssten sie und ihre Kinder betteln gehen.