ADRA sichert Lebensgrundlage nach Überflutung

Dominikanische Republik, das sind Palmen, Strand und Traumurlaub. Doch der Karibikstaat wurde im Oktober 2016 von Hurrikan Matthew stark getroffen. Weite Teile des Nordens wurden durch den Wirbelsturm unter Wasser gesetzt, dazu kamen heftige Regenfälle. 20.000 Menschen mussten evakuiert werden und vier Personen verloren ihr Leben. Insgesamt sind 100.000 Bewohner von der Katastrophe betroffen. ADRA leistet Nothilfe in zwei Provinzen.

Die Hurrikan-Saison dauert von Juni bis November. Die Wirbelstürme, die die Karibik treffen, formen sich an der Westküste Afrikas und überqueren dann den Atlantik. Hurrikan Matthew war der schlimmste Wirbelsturm seit zehn Jahren. Mit einer Windgeschwindigkeit von 230 Stundenkilometer traf er die karibischen Inseln. Er brachte nicht nur starke Sturmböen, sondern auch Starkregen, Überschwemmungen und Erdrutsche. Flüsse traten über die Ufer. Straße und Felder wurden überflutet, Bäume und Strommasten knickten um. Häuser wurden abgedeckt und beschädigt, 200 wurden völlig zerstört. Viele Menschen wurden obdachlos, 31 Ortschaften waren von der Außenwelt abgeschnitten. In der Dominikanischen Republik sind 15 von 30 Provinzen betroffen.

ADRA stellt Existenzgrundlage sicher

ADRA unterstützt die Menschen in den Provinzen Maria Trinidas Sanches und Duarte`s Province. Dort gibt es bisher keine Hilfe seitens der Regierung oder von anderen Hilfsorganisationen. Mehr als 100.000 Menschen leben in diesem Gebiet entlang des über die Ufer getretenen Yuna-Flusses, fast ein Drittel ist von den Auswirkungen Matthews betroffen. Sie haben ihr Hab und Gut verloren und auch die Grundlage, ihren Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Die meisten Menschen leben von der Landwirtschaft, Hauptanbauprodukte in dieser Region sind Reis, Bananen, Yams, Maniok und andere Wurzelgemüse. Matthew hat die Ernten vernichtet. Und damit die Grundnahrungsmittel zum eigenen Gebrauch, aber auch für den Verkauf, um Bargeld erwirtschaften zu können. ADRA sorgt für die Bereitstellung von Nahrungsmitteln, neuem Saatgut und Material für die kommende Aussaat, die Ende Januar beginnt. 250 Familien werden durch dieses Nothilfeprojekt unterstützt, um die Familien zu ernähren und ihre Höfe bald wieder bewirtschaften zu können. Der Zugang zu Smartphones und Internet soll als Kontroll- und Frühwarnsystem zur Verfügung gestellt werden.