ADRA hilft Menschen auf der Flucht in Griechenland

Die humanitäre Lage der Flüchtlinge in Griechenland ist immer noch prekär. Sie sind weiterhin auf Notunterkünfte, Hilfsgüter und medizinische Betreuung angewiesen. Deswegen hat ADRA Deutschland in Katerini ein Büro eröffnet, um die Geflüchteten langfristig zu unterstützen und ihre Not zu lindern.

©Aktion Deutschland Hilft/Fulvio Zanettini

Flüchtlingscamps Petra Olympou und Ktima Iraklis

ADRA konzentrierte sich im Jahr 2016 auf die beiden Flüchtlingscamps Petra Olympou und Ktima Iraklis, in denen insgesamt 1.500 Geflüchtete untergebracht waren. Die hygienischen Bedingungen in den Camps waren sehr schlecht, weswegen sich ansteckende Hautkrankheiten verbreiteten. Die Betroffenen wurden von einem medizinischen Team behandelt und ihre Zelte desinfiziert. Hygieneartikel wurden verteilt und die Campbewohner über hygienische Verhaltensweisen aufgeklärt.

ADRA stellte fünf Übersetzer, die im Schichtwechsel dem medizinischen Team zur Seite standen und in Kooperation mit der NGO IsraAID wurde psychosoziale Betreuung angeboten. Außerdem betrieb ADRA eine Ausgabestelle für frische und gesunde Lebensmittel, um Mangelernährung vorzubeugen.

Das Camp Petra Olympou ist in der Zusammenarbeit von ADRA und UNHCR nach dem Einsetzen winterlicher Temperaturen geräumt worden. Die Geflüchteten wurden in leerstehenden Hotels und Apartments in Nordgriechenland untergebracht, da die Zelte am Olymp nicht winterfest waren.

ADRA errichtet neues Flüchtlingscamp in Ktima Iraklis

Im Dezember unterzeichnete Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland, einen Vertrag mit der griechischen Regierung, der es ermöglicht, ein weiteres Camp in Kato Milia zu errichten. Iraklis ist zentral gelegen mit einer guten Anbindung zu Einkaufsmöglichkeiten, Krankenhaus und Schulen. Im dortigen Camp wird es 85 beheizbare Wohncontainer in einer Größe von etwa 25 Quadratmetern mit eigenem Stromanschluss, einer Küchenzeile sowie Sanitäranlagen geben. Außerdem werden Servicecontainer aufgestellt, die u.a. als Sozialräume und Waschküchen sowie für Schulunterricht und medizinische Untersuchungen genutzt werden können.

Die Anlage ist so konzipiert, dass die Privatsphäre und der Schutz der Menschen gewährleistet wird und sie sich selbst versorgen können. Das Flüchtlingscamp wird voraussichtlich Ende Februar 2017 bezugsfertig sein und Platz für bis zu 550 Menschen bieten.