Leiter von ADRA Bulgarien zu Gast in Deutschland

Das weltweite ADRA-Netzwerk unterstützt nicht nur Menschen in Not. Auch die einzelnen ADRA-Länderbüros stärken sich gegenseitig und erweitern systematisch ihre Kapazitäten. Um voneinander zu lernen und sich auszutauschen hatte ADRA Deutschland in dieser Woche den Geschäftsführer von ADRA Bulgarien, Marian Dimitrov, zu Besuch.

Marian Dimitri von ADRA Bulgarien

Der 47-jährige Bulgare leitet seit 2015 das Büro in Sofia, das derzeit aus drei Mitarbeitern besteht. Bereits vor seinem Antritt als Geschäftsführer hat Dimitrov ADRA durch ehrenamtliches Engagement unterstützt. Nun möchte er die Aktivitäten von ADRA Bulgarien weiter ausbauen und schaute hierfür den Mitarbeitern bei ADRA Deutschland über die Schulter. „Ich möchte die Struktur von ADRA besser kennenlernen und erfahren, wie Hilfsprojekte langfristig aufgebaut sind, um erfolgreich zu sein. Innerhalb unseres Netzwerkes kann man viel voneinander lernen“, meint Dimitrov.

Die Mitarbeiter von ADRA Bulgarien können sich in ihrem Land über den großen Einsatz von Freiwilligen aus den örtlichen Adventgemeinden freuen. Dimitrov: „Ohne die Freiwilligen wäre unsere Arbeit nicht möglich.“  In der Hafenstadt Warna hilft ADRA derzeit bei der Errichtung eines medizinischen Sozialzentrums für Menschen aus armen Verhältnissen. Das Zentrum leistet eine medizinische Versorgung und bietet Raum für soziale Aktivitäten. Zudem erhalten die Menschen dort tägliche eine warme Mahlzeit. Hier sind viele freiwillige Helfer von ADRA involviert. Da momentan rund 17.000 Flüchtlinge in Bulgarien leben, ist ADRA landesweit tätig und versorgt Geflüchtete mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln.

In Bulgarien herrscht teils große Armut, sodass Dimitrov und sein Team stets mit der Herausforderung konfrontiert sind, Spenden für deren Arbeit zu erhalten. „Viele Bewohner meiner Heimat sind zu arm, um zu spenden, sie können sich selbst kaum versorgen. Aus diesem Grund wollen wir langfristig gesehen verstärkt mit der Regierung und anderen NGOs zusammenarbeiten. Nur so können wir unsere Projekte finanzieren und ausbauen“, sagt Dimitrov.  Sein Wunsch für die Zukunft: „Ich möchte noch viele Menschen für ADRA gewinnen, sodass wir neue Wege gehen können, um anderen zu helfen.“