ADRA eröffnet neues Camp für Geflüchtete in Griechenland

„Im Herzen eines jeden Menschen findet sich viel Liebe und niemand hat das Recht, für sich selbst zu leben und für sich allein glücklich zu sein.“ Diese eindringlichen Worte richtete der orthodoxe Priester Vater Georgius an die geladenen Gäste der Eröffnungsfeier des von ADRA errichteten Flüchtlingscamps im griechischen Kato Milia (Katerini).

Eröffnung des Camps in Kato Milia

Christian Molke, Geschäftsführer ADRA Deutschland e. V., bei der Eröffnungsansprache.

Wohncontainer im neuen Flüchtlingscamp.

Am Fuße des Olymps finden bis zu 500 Geflüchtete in 85 beheizbaren Wohncontainern mit jeweils eigener Stromversorgung, Küchenzeile, sanitären Anlagen sowie einem Wohn-und Schlafraum eine Bleibe. Außerdem wurden Servicecontainer aufgestellt, die als Sozialräume und Waschküchen sowie für Schulunterricht genutzt werden können. Das Spielen auf einem kleinen Sportplatz wird vor allem für die Kinder Abwechslung bieten. „Dieses Camp ist ein weiterer Beweis für die Solidarität in Zeiten globaler Krisen“, so ADRA Deutschland Geschäftsführer Christian Molke bei der Einweihung. Ähnlich wie Vater Georgius rief auch Molke zu Nächstenliebe und Solidarität für unsere Mitmenschen auf.

Integration in die Gesellschaft

Bereits seit Beginn der Flüchtlingskrise ist ADRA in Griechenland tätig und leistet humanitäre Hilfe. Nachdem die Balkanroute geschlossen wurde und tausende Geflüchtete in Griechenland festsaßen, war ADRA vor Ort und versorgte die Betroffenen in Idomeni mit dem Nötigsten. Außerdem unterstützte ADRA zwei Camps im Norden Griechenlands, in denen die Menschen in Zelten untergebracht waren. Um mit griechischen Mitarbeitern ortsnah Hilfeleistungen besser und schneller koordinieren zu können, wurde in Katerini unter der Bezeichnung ADRA Greece Response eine Außenstelle von ADRA Deutschland eröffnet. Für die Errichtung des Camps in Kato Milia arbeitete ADRA in Partnerschaft mit dem Auswärtigen Amt. „Mit der adäquaten Unterbringung der Geflüchteten ist es nicht getan“, so Tihomir Lipohar, verantwortlicher Leiter in Griechenland. „Unser Ziel ist es, die Geflüchteten in die Gesellschaft zu integrieren und zu ermöglichen, dass alle miteinander auskommen“. Die ersten Schritte dafür sind jetzt getan. Inzwischen besucht ein Teil der Flüchtlingskinder, die von ADRA unterstützt werden, die örtliche Schule und lernen Griechisch.