KINDER STÄRKEN – ZUKUNFT BAUEN

Kinder wachsen auch heute vielerorts in prekären Umständen auf. Hunger, bewaffnete Konflikte und mangelnde Bildung bedrohen oftmals ihre Zukunft. ADRA engagiert sich in Projekten für Kinder in verschiedenen Ländern auf der Welt: um sie aus ihrer aktuellen Not zu befreien und ihnen eine langfristige Perspektive zu bieten.

Im Februar waren laut UNICEF fast 1,4 Millionen Kinder in Nigeria, Somalia, Südsudan und Jemen vom Tod durch schwere akute Mangelernährung bedroht. 15 Millionen Frauen und Kinder sind vor den kriegerischen Auseinandersetzungen in Syrien und Irak geflohen, in der Ostukraine wurden Familien auseinandergerissen und Kinder zu Waisen gemacht. Ganze Generationen wachsen traumatisiert auf. 

Eine der Ursachen für Hunger, Krieg und Terror ist mangelnde Bildung. Nach jüngsten Erhebungen der UNESCO hat eine Viertelmilliarde Kinder und Jugendliche keine Chance auf Schulbildung.

Bildung ist wichtig, um eine moderne Ernährungssicherung zu entwickeln, um die Unterschiede der Kulturen zu verstehen, um Konflikte intelligent und gewaltfrei zu lösen.

ADRA macht sich für traumatisierte Kinder stark und investiert nachhaltig und wirksam an verschiedenen Orten der Welt in Bildungsprojekte. So zum Beispiel in Albanien.

 

Bessere Bildung und gezielte Förderung von benachteiligten Kindern in Albanien

In den Bezirken Kruja und Tirana leben viele marginalisierte Bevölkerungsgruppen wie zum Beispiel die Roma, von denen ein großer Anteil Analphabeten sind. Mit zwei Projekten unterstützt ADRA hier benachteiligte und lernschwache Kinder, innerhalb des Bildungssystems integriert zu werden. So wird der Armutskreislauf durchbrochen und die Chance auf den Besuch einer weiterführenden Schule erhöht. Die Kinder erhalten gezielten Zusatzunterricht und Studenten fördern Kinder mit Lernschwierigkeiten durch ehrenamtliche Arbeit.

© karandaev / Fotolia.comEines dieser Kinder ist Fjona Zerri. Sie besucht die zweite Klasse und möchte gerne eine bessere Schülerin werden. Ihre Familienverhältnisse sind schwierig, denn ihr Vater hat ein Alkoholproblem und ist dadurch kein gutes Beispiel für seine Tochter. Trotz ihrer familiären Probleme besucht die Zweitklässlerin den Zusatzunterricht von ADRA mit viel Eifer und Optimismus. Im Vergleich zu anderen Kindern hat sie große Probleme beim Lesen und Schreiben und auch in der Kommunikation untereinander hat sie Defizite. Ihre Lehrer berichten, dass Fjona stets offen für Kritik und daran interessiert ist, sich auch außerhalb des formalen Schulprogramms zu engagieren.

Schulbildung für Kinder im ländlichen Myanmar

Nang Mo Hom, Nang Phwe Lao, Nang Han und Nang Hom Noon besuchen eine von ADRA geförderte Schule in Myanmar, in der etwa 20 Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren unterrichtet werden. ADRA ermöglicht dort Jungen und Mädchen vorwiegend von ethnischen Minderheiten in 66 Dörfern im Osten des Landes, eine Schule zu besuchen. Rund 100.000 Kinder erhalten Bildungsmaterialien. Kinder, die bisher keine Schule im Dorf hatten, erhalten die Möglichkeit, Schulunterricht zu besuchen. Dies geschieht in Form von Trainingsangeboten für Lehrer, die Unterricht in die abgelegenen Regionen bringen.

„Wir sind froh, neue Dinge zu lernen, auch wenn es manchmal schwierig ist. Das Wichtigste ist für uns, dass wir Mathematik und die Shan-Sprache lesen und schreiben lernen. Mit unserem Wissen in Mathe können wir genau berechnen, wieviel Geld wir zum Kauf und Verkauf von Obst und Gemüse zur Verfügung haben.“

Für ihre Zukunft wünschen sich die Mädchen, eine Ausbildung zum Lehrer oder Übersetzer zu machen. Während Jungen die Schule besuchen, bleiben Mädchen meist zuhause, weil sie sich um das Vieh und den Haushalt kümmern müssen. Durch die Hilfe von ADRA bekommen sie die Möglichkeit, ihre Träume zu verwirklichen.

Weitere Projekte von ADRA, mit denen Kinder gestärkt werden, sind zum Beispiel die Förderung des Familienzentrums „Hands of Hope“ in der Ukraine, der Schutz vor Menschenhändlern im Norden Thailands und die Unterstützung des Rehabilitations- und Rettungszentrums in Kajiado, in dem junge Massai-Mädchen Zuflucht vor Gewalt und Zwängen innerhalb ihres Stammes finden. 

Helfen auch Sie dabei, Kinder weltweit zu stärken und eine bessere Zukunft zu bauen – mit einer Spende unter dem Stichwort „Zukunft". > Zum Online-Spendenformular