Katastrophenvorsorge rettet Leben

Katastrophenvorsorge ist ein zunehmend bedeutender Bereich der humanitären Hilfe. Der Internationale Tag der Katastrophenvorbeugung am 13. Oktober soll auf die Wichtigkeit dieses Themas aufmerksam machen, denn gute Vorsorge kann im Krisenfall viele Leben retten.

Naturkatastrophen wie Erdbeben, Taifune und Überschwemmungen lassen sich nicht vermeiden. Sie führen zu Todesopfern und zerstören Existenzen. Die Auswirkungen von Naturkatastrophen sind besonders dann verheerend, wenn die Bevölkerung nicht genügend über die Risiken weiß und sich nicht vorbereiten kann. Die Einbeziehung der lokalen Bevölkerung ist deshalb im Bereich der Katastrophenvorsorge außerordentlich wichtig, denn entsprechende Projekte sind nur dann erfolgreich, wenn die lokalen Strukturen berücksichtigt werden. Langfristig gesehen ist die entsprechende Katastrophenvorsorge effizienter als die Nachsorge. Die Menschen in betroffenen Regionen lernen, wie sie sich dauerhaft schützen können, sodass die Auswirkungen von Erdbeben, Wirbelstürmen oder auch Hungersnöten von vornherein abgemildert werden.

ADRA arbeitet seit vielen Jahren im Bereich der Katastrophenvorsorge. Derzeit unterstützt ADRA mitunter Menschen in Somalia und Nepal. ADRA führt im Südwesten Somalias Maßnahmen durch, um die Bevölkerung widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen und auf zukünftige lebensbedrohliche Naturkatastrophen vorzubereiten. Die Entwicklung und Einführung von Frühwarnsystemen ermöglicht ein schnelles Handeln. Im erdbebengefährdeten Nepal unterstützt ADRA die Bevölkerung von zwei stark gefährdeten Gemeinden, sich bestmöglich auf das Risiko neuer Erdbeben einzustellen und vorzubereiten. Hierzu werden für Freiwillige, Behörden und Schulen Workshops durchgeführt und Katastrophenpläne erstellt.