Irak – Kinder zwischen Furcht und Hoffnung

Die Kindheit ist der wichtigste Lebensabschnitt und prägt für den Rest des Lebens. Traumatische Lebenserfahrungen wie Gewalt und Krieg hinterlassen Spuren auf der Kinderseele. Weltweit sind Millionen von Kindern aufgrund schrecklicher Erlebnisse schwer gezeichnet, so auch die Kinder in den Flüchtlingscamps im Irak. Tagein, tagaus leben sie zwischen der Furcht vor dem Terror und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Mädchen im Flüchtlingscamp

Irak, ein geplagtes Land

Über drei Jahre nach dem Abzug der US-Truppen ist der Irak ein von Konflikten und Terror geplagtes Land. Nach Schätzung der Vereinten Nationen sind zehn Millionen Menschen im Irak auf lebenserhaltende humanitäre Hilfe angewiesen. 3,5 Millionen Menschen sind innerhalb des eigenen Landes auf der Flucht. Hinzu kommen Menschen, die vor dem Krieg aus Syrien in den Irak geflüchtet sind. Viele von ihnen sind unerwartet und nur mit dem nötigsten Hab und Gut in den Flüchtlingscamps im Norden Iraks untergekommen. Dort harren sie aus, voller Angst, dass der Terror sie einholt und mit der Ungewissheit, wie es in Zukunft mit ihnen weitergeht.

Das Leid der Kinder

In den Flüchtlingscamps haben die Menschen zwar ein Dach über dem Kopf, bekommen Lebensmittel und Kleidung, aber die Schatten der Vergangenheit holen sie ein und die Angst bleibt. Besonders bei Kindern haben traumatische Erlebnisse verheerende Folgen, wie Schlafstörungen, emotionale Stumpfheit, Teilnahmslosigkeit sowie Lern- und Gedächtnisprobleme. Viele von ihnen haben seit Jahren keine Schule mehr besucht. Alle diese Dinge wirken sich negativ auf die Entwicklung der Kinder aus und es droht eine „verlorene Generation" ohne Zukunftsperspektive heranzuwachsen.

Schutz und Bildung für Flüchtlingskinder

Kein Land kann es sich erlauben, eine ganze Generation von Kindern zu verlieren. Deswegen richtet ADRA innerhalb der Notunterkünfte nahe der kurdischen Großstadt Erbil so genannte Schutz- und Spielräume (Child Friendly Spaces) ein. Im Fokus stehen vor allem unbegleitete Kinder, solche mit Behinderung sowie Kinder alleinerziehender bzw. verwitweter Frauen. Dort können sie spielen, erhalten durch geschulte Lehrer Unterricht und bekommen professionelle Hilfe, um ihre schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten. Beispielsweise können durch Aufzeichnen und Malen schlimme Erfahrungen teilweise aufgearbeitet werden. Die hier gezeigten Bilder aus einem Camp im Irak sprechen für sich selbst.

> Helfen Sie mit Ihrer Spende, die Situation für die Kinder im Camp weiter zu verbessern.