Internationaler Tag der Roma – Diskriminierung und Armut entfliehen

Jedes Jahr am 8. April wird weltweit der internationale Tag der Roma ausgerichtet. Der Aktionstag macht auf die Situation der Roma aufmerksam. Die ethnisch-kulturelle Minderheit dieses Volkes ist regelmäßig Diskriminierungen ausgesetzt. ADRA setzt sich gezielt für die Betroffenen ein.

Die Roma sind bereits seit Jahrhunderten mit verschiedensten Formen der Ausgrenzung und der Verfolgung konfrontiert. In vielen Ländern leben sie am Rand der Gesellschaft. Die Diskriminierung von Roma findet auf verschiedenen Ebenen statt. Häufig leben sie isoliert fernab der Städte in Siedlungen und werden in manchen Ländern, wie beispielsweise Serbien, wirtschaftlich benachteiligt.
Der Internationale Tag der Roma rückt einerseits die Diskriminierung und Verfolgung der Roma in den Vordergrund. Allerdings soll an diesem Tag auch die Kultur dieser Menschen gefeiert werden.

Schritt aus der Armut

Seit Jahren setzt sich ADRA dafür ein, die Armut der Roma zu bekämpfen, sie sozial besser zu integrieren und neue Perspektiven für sie zu schaffen. Dies geschieht im Rahmen verschiedener Projekte in Albanien und Serbien. In Serbien unterstützt ADRA Roma-Familien in Form von Berufsausbildungen. Männern und Frauen werden Ausbildungen angeboten, die schnell aber ohne Qualitätsverlust durchlaufen werden können. Hierzu zählen Berufe wie Bäcker, Maler, Schweißer oder Friseur. Auch Hilfestellung beim Schreiben von Bewerbungen wird gegeben. Zudem bietet ADRA Workshops an, um die unternehmerischen Fähigkeiten der Roma zu verbessern. Darüber hinaus wird die Eltern-Kind-Beziehung gestärkt, um den Eltern die Wichtigkeit der Schulbildung ihrer Kinder nahe zu bringen.

Schulischer Zusatzunterricht

In Albanien ist ADRA derzeit mit zwei Projekten aktiv, die sich der Stärkung von benachteiligten Kindern widmen. In den Bezirken Kruja und Tirana leben viele marginalisierte Bevölkerungsgruppen, darunter viele Roma. Ein Großteil von ihnen sind Analphabeten. Dies wirkt sich auch negativ auf die kommenden Generationen aus, die sehr früh die Schule abbrechen oder unter Lernschwächen leiden. Mithilfe von schulischem Zusatzunterricht, sozialen Trainings und der Aufklärung über die Wichtigkeit von Bildung werden die benachteiligten Kinder gefördert. Die Lernfähigkeit der Kinder aus sozialschwachen Haushalten wird hierdurch verbessert und die Chance auf den Besuch einer weiterführenden Schule erhöht. Armut und Bildung hängen eng miteinander zusammen. Durch die Teilnahme am öffentlichen Schulsystem werden bereits bei den Kindern Perspektiven und Chancen für die Zukunft geschaffen.

Auch innerhalb der „Aktion Kinder helfen Kindern!“ erfahren Roma jährlich Unterstützung durch ADRA – sei es in Form von Pakten zu Weihnachten, einem Spielbus für Roma-Kinder oder Sommer-Camps, in denen Kinder miteinander spielen und lernen können.