Geschützter Raum für Kinder im irakischen Flüchtlingscamp

Kinder sind von Konflikten und Kriegen am stärksten betroffen. Sie sind den Gefahren schutzlos ausgeliefert und ihre Bildung sowie ihre Zukunftsperspektiven bleiben auf der Strecke. Im irakischen Flüchtlingscamp Kawegosk nahe Erbil leben viele Kinder, die einen geschützten Raum zum Lernen und Entfalten benötigen. ADRA bietet ihnen diesen Raum.

Flüchtlingscamp Kawegosk nahe Erbil

ADRA hat mit den Schutz- und Spielräumen, den sogenannten „Child Friendly Spaces“ (CFS), einen sicheren Ort für die Kinder des Flüchtlingscamp Kawegosk geschaffen. In diesem geschützten Bereich können Jungs und Mädchen im Alter von drei bis elf Jahren spielen, lernen und erhalten psychosoziale Unterstützung, um ihre Erlebnisse zu verarbeiten.

Diese Kinder können wieder lachen

Mohammed ist fünf Jahre alt und kommt aus Syrien. Er lebt mit seinen Eltern und seiner 14-jährigen Schwester Lava seit 2013 in einem kleinen Zelt im Camp Kawergosk. Da er keine gleichaltrigen Kinder zum Spielen hatte, zog er sich immer mehr in sich zurück, sprach nicht und wurde verhaltensauffällig. In den Schutz- und Spielräumen hat Mohammed gelernt, sich zu integrieren und hat neue Freundschaften geschlossen. Jetzt hat er wieder Freude am Spielen und Lernen.

Die zehnjährige Dilan kommt aus Syrien und lebt mit ihrer Mutter, vier Schwestern und Oma seit 2013 im Camp. Ihr Vater arbeitet in einer Fabrik und verbringt nur vier Tage pro Monat bei seiner Familie. In Syrien war Dilan eine sehr gute Schülerin und ging gerne zur Schule. Ihre Heimat verlassen zu müssen war ein schwerer Schicksalsschlag für das kleine Mädchen, den sie nur schwer verkraften konnte. Erst durch die Schutz- und Spielräume hat sie die Freude am Lernen wiederentdeckt und Freunde gefunden, mit denen sie gerne Zeit verbringt.

Elaf ist vier Jahre alt und lebt mit ihrer Familie im Camp, seit sie im Jahr 2013 aus Syrien fliehen mussten. Mit ihren Eltern, drei Schwestern und zwei Brüdern teilt sie sich ein Zelt. Als sie zum ersten Mal die Schutz- und Spielräume besuchte, bemerkten die Lehrer, dass es ihr nicht gut ging. Sie distanzierte sich von den anderen Kindern und wirkte traurig. Nach einiger Zeit hat sich das aber geändert. Mittlerweile nimmt sie gerne an gemeinsamen Spielen mit anderen Kindern teil, malt und lacht wieder. Die Zeit in den Schutz- und Spielräumen tut ihr richtig gut.

ADRA benötigt Ihre Unterstützung

Es gibt mittlerweile eine lange Warteliste für Kinder, die dringend Hilfe benötigen. Aber zur Erweiterung der Kapazitäten benötigt ADRA Ihre Unterstützung. Spenden Sie für die Kinder im Irak und helfen Sie dabei, wieder etwas Normalität in ihr Leben zu bringen. > Zum Spendenformular