Gesundheit - Ein Menschenrecht!

Lieber Spender,

„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“, erkannte der Philosoph Arthur Schopenhauer. Durch Gesundheit gewinnt man Kraft und Zuversicht, die man für die Umsetzung von Plänen braucht. Gesunde Menschen führen ein glücklicheres Leben und sind eher in der Lage, sich aus materieller Armut zu befreien. Gesundheit ist ein Menschenrecht und steht jedem gleichermaßen zu. Das bedeutet jedoch nicht, dass es auch jedem zugestanden wird. Hunger, mangelnde Hygiene, schlechte Ernährung und fehlende Gesundheitsversorgung bringen Millionen Menschen weltweit in Lebensgefahr.

In Ländern wie Kambodscha, Kenia und dem Jemen setzt ADRA sich dafür ein, dass Menschen zu ihrem Recht auf gute Gesundheit kommen. Hierbei geht es nicht nur darum, ihr Überleben zu sichern, sondern auch um das langfristige Wohlergehen.

Kambodscha gehört zu den ärmsten Ländern in Südasien. Deswegen hat ADRA in 33 Dörfern des Trapeang Prasat Distrikts ein Projekt gestartet, das die Ernährung verbessert, Zugang zu sauberem Wasser schafft und die Lebensmittelproduktion erhöht. Sman Chheang und ihr Ehemann sind Bauern und bauen Reis sowie Maniok an. Sman hat sieben Jahre die Schule besucht und kann lesen und schreiben. Damit gilt sie in ihrem Dorf als gut gebildet, weil viele ihrer Nachbarn Analphabeten sind. „Mit der Hilfe von ADRA lerne ich, wie ich meine Tochter gesund ernähre und mehr Gemüse anbauen kann. Dank ADRA erwirtschafte ich durch die Landwirtschaft mehr Einkommen und kann meine Familie gut versorgen.“

Dass Gesundheit sich auf alle Lebensbereiche auswirkt und Hoffnung schenken kann, zeigt die Geschichte von Stella.

Die Kenianerin ist eine von Millionen Frauen, die unter den Folgen von Genitalbeschneidung litt. Frühe Verheiratung von Mädchen und Genitalbeschneidung sind in Kenia nach wie vor verbreitet. Sie erhöhen das Risiko eines Geburtsstillstands und damit von Geburtsfisteln. Die Folgen sind Infektionen, Inkontinenz, Schmerzen und Ausschluss aus der Gesellschaft. So erging es auch Stella. Rekonstruktive Chirurgie hat ihr ein neues Leben geschenkt. „Meine Ehe wäre fast zerbrochen. Aber die Behandlung durch die Spezialisten von ADRA hat mir wieder Hoffnung gegeben. Ich werde jetzt meine Schulausbildung fortsetzen, da ADRA mich bei den Schulgebühren unterstützt", sagt Stella. Ihr Leben mit der Geburtsfistel war furchtbar. Sie konnte nicht an gesellschaftlichen Anlässen teilnehmen und war sehr schüchtern. Für sich alleine und ohne Freunde konnte sie ihr Leben nicht mehr genießen. „Jetzt bin ich sehr glücklich", sagt sie.

Gesundheitliche Versorgung kann auch Leben retten. In Hudaidah/Jemen ist ADRA mit zwei mobilen medizinischen Einheiten in verschiedenen Distrikten unterwegs, um die medizinische Grundversorgung sicherzustellen, denn in weiten Teilen des Landes herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände. ADRA unterstützt die Betroffenen und versorgt Kinder und Mütter, die unter Mangelernährung leiden.

Einen schweren Start ins Leben hatte Waleed Hamid Ahmed. Als der 19 Tage alte Waleed von seinen Eltern zum Ärzteteam von ADRA gebracht wurde, war er nur halb bei Bewusstsein. Seine Augen und seine Haut waren gelb gefärbt und er weigerte sich, von seiner Mutter gestillt zu werden. Nach der Untersuchung stand fest, dass der Kleine unter Gelbsucht leidet. Er erhielt sofort Dextrose und Infusionen gegen den Flüssigkeitsverlust. Außerdem erklärte der behandelnde Arzt den Eltern, dass sie mit dem Baby mindestens eine Stunde täglich in die Sonne gehen müssten, da Sonnenlicht Vitamin E bilde und bei Gelbsucht den Heilungsprozess beschleunige. Schon nach fünf Tagen ging es Waleed deutlich besser und er begann wieder selbstständig zu trinken. Seine Eltern sind überglücklich.

Lieber Spender, ADRA braucht Ihre Hilfe! Sman Chheang, Stella und Waleed sind nur drei Beispiele von Millionen Betroffenen. Gemeinsam können wir Schritt für Schritt dazu beitragen, dass Menschen weltweit ihr Recht auf Gesundheit zugeschrieben wird. Mit eurer Unterstützung erhalten sie die Chance auf gesundheitliches Wohlergehen.


Herzlichen Dank!

Ihr

 

Geschäftsführer
ADRA Deutschland e. V.